Doppelter Brückeneinschub in Wilhelmsburg

Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch war am Ostersamstag, 15. April, in Wilhelmsburg Zeuge eines doppelten Brückeneinschubs. Zwei große Fachwerkbrücken, die in den vergangenen Monaten seitlich der Bahndämme Hohe Schaar errichtet wurden, wurden über Ostern eingeschoben, damit an dieser Stelle die zukünftige Wilhelmsburger Reichsstraße die Hafengleise unterqueren kann. Die DEGES hat hier Bahnanlagen in großem Umfang gebaut, um anschließend die B 75 auf ihre neue Trasse zu verlegen.

Der Einschub der beiden Eisenbahnbrücken markiert einen Meilenstein, weil damit die Arbeiten an den Bahnanlagen so gut wie abgeschlossen sind und Platz für die neue Wilhelmsburger Reichsstraße geschaffen wurde. Insgesamt hat die DEGES neben den beiden Eisenbahnbrücken 5,5 Kilometer neue Gleisanlagen, 16 Weichen und 55 Signale gebaut sowie über 100 Kilometer neue Kabel entlang der Strecke verlegt. 

Der nördliche Überbau überführt ein Gleis über die neue Wilhelmsburger Reichsstraße und ist auf den späteren Ausbau eines zweiten Gleises ausgelegt. Wegen des spitzen Querungswinkels zur Straße wiegt diese Fachwerkkonstruktion 1.300 t, die Spannweite beträgt 70 m. Der Überbau ist 15,75 m breit und 10,90 m hoch. Der südliche zur Kornweide liegende Überbau überführt zwei Gleise über die neue WBR. Diese Fachwerkkonstruktion ist 430 t schwer, hat eine Spannweite von 38,50 m, eine Breite von 12,10 m und ist 10,50 m hoch.

Nach dem Einschub der beiden Brücken kann darunter der Bahndamm abgetragen werden, und für die neue Wilhelmsburger Reichsstraße besteht auch in diesem Bereich Baufreiheit. Die Arbeiten befinden sich im vorgesehenen Zeitplan; die Umlegung ist für 2019 geplant.