B 87 im Dialog: Zum Auftakt 150 Teilnehmer beim Bürgerforum in Taucha

Mit einem gut besuchten öffentlichen Bürgerforum in Taucha startete am Freitag, 5. Oktober, der Beteiligungsprozess „B 87 im Dialog“. Ergänzend dazu startete der Online-Dialog auf der eigens eingerichteten Website, der bis zum 25. Oktober freigeschaltet ist. Mit dem Verfahren werden in den kommenden Monaten gemeinsam mit der Öffentlichkeit verschiedene Varianten für den Aus- und Neubau der B 87 im Abschnitt Leipzig bis Eilenburg gesucht.

Bei der Auftaktveranstaltung stellte die DEGES den Planungsstand vor und informierte die rund 150 Besucher über den Ablauf des Beteiligungsverfahrens. „Wir setzen auf ein dialogorientiertes Vorgehen und beziehen die Einwohner und verschiedene Interessensgruppen in den Planungsprozess ein“, so DEGES-Projektleiter Werner Breinig. Mit diesem Personenkreis sind vorerst vier Planungswerkstätten geplant. Die Arbeit der Planungswerkstätten wird durch mehrere Planungsbüros fachlich begleitet.

Die Einwohnerinnen und Einwohner können sich in den Planungswerkstätten einbringen. Aus der Vielzahl von Interessenten wurden zehn Personen für das Verfahren ausgelost. „Es war beeindruckend zu sehen, mit welchem Engagement die Bürgerinnen und Bürger von Taucha seit Jahren für eine Lösung einstehen und welche Detailtiefe bereits jetzt bei den Vorschlägen für die Linienführung zu spüren ist. Wir freuen uns auf konstruktive Planungswerkstätten.“, resümiert Werner Breinig den Abend.

Über das Projekt


Die B 87 zwischen Leipzig und Cottbus erfüllt eine wichtige überregionale Verbindungsfunktion. Ein Ausbau ist aufgrund der hohen Verkehrsbelastung von bis zu 47.000 Kfz/24 h dringend notwendig. Projektziele sind die Schaffung einer verkehrsgerechten und leistungsfähigen Fernstraßenverbindung, die Entlastung der Ortsdurchfahrten vom Durchgangsverkehr sowie verkürzte Reisezeiten zwischen Leipzig, Eilenburg und Torgau. Im Beteiligungsverfahren geht es um die Strecke zwischen Leipzig und Eilenburg. Die dialogorientierte Herangehensweise bezieht die Bevölkerung und verschiedene Interessensgruppen in den Planungsprozess ein. Eine rechtssichere Vorzugsvariante ergibt sich jedoch erst durch die gutachterlichen Untersuchungen und Bewertungen im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Umweltverträglichkeitsprüfung und nach Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums, welches das Projekt finanziert.