Häufig gestellte Fragen zur Baustelle und zur  Verkehrsführung

1. Was wird gebaut und wie lange dauert es?

Die A 10 wird auf gut 8 km Länge achtstreifig ausgebaut, um den erwarteten Verkehr (rund 125.000 Kfz/24h im Jahr 2025) bewältigen zu können. Baubeginn war im April 2016; bis 2020 soll der Bau fertiggestellt werden.

2. Wie viele Fahrstreifen stehen während des Ausbaus zur Verfügung?

Bis zur Fertigstellung im Jahr 2020 läuft der Verkehr im Baustellenbereich wie bisher auf sechs Fahrstreifen. Um diese sechs Fahrstreifen zu realisieren, müssen für die verschiedenen Bauphasen die entsprechenden Markierungen, Baustellenbeschilderungen und Fahrzeugrückhaltesysteme installiert werden. Während dieser Einrichtungszeiten wird der Verkehr des Öfteren auf zwei, manchmal sogar auf nur einen Fahrstreifen pro Richtung eingeschränkt. Die aktuellen Einschränkungen finden Sie auf der Projektseite der DEGES.

3. Welches Tempolimit gilt in der Baustelle?

Im Bereich der Tank- und Rast-Anlage und im Bereich der Anschlussstellen gilt Tempo 60 km/h, im Verlauf der Baustelle 80 km/h. Die DEGES appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, während der gesamten Bauzeit in der Baustelle besonders aufmerksam zu fahren und das Tempolimit zu beachten. Jeder Unfall in der Baustelle führt wegen der fehlenden Standstreifen automatisch zum Stau.

4. Warum wird die A 115 in der Überfahrt zur A 10 auf eine Fahrspur reduziert?

Die Erfahrung zeigt, dass die Einfädelungsbereiche in Baustellenverkehrsführungen immer Unfallschwerpunkte sind. Mit der gewählten Lösung wird erreicht, dass der aus Berlin kommende Lkw-Schwerverkehr (A 115) sich nur einmal in die Lastspur auf der A 10 einordnen muss. Das ist durchaus so gewollt, da sich die Lkw aus Berlin kommend bei zweistreifiger Verkehrsführung auch zweimal einordnen müssten, was gerade in Stoßzeiten (stockender Verkehr) regelmäßig dazu führt, dass diese dann zwei Fahrspuren blockieren.

5. Legt die DEGES die Einschränkung von Fahrstreifen willkürlich fest?

Die Verkehrsführungen für den Ausbau der A 10 werden sorgfältig geplant und mit allen Beteiligten (Polizei, Autobahnmeisterei, Verkehrsbehörde etc.) abgesprochen. Deren Erfahrung und Forderungen wurden in die Planung übernommen und letztlich verkehrsbehördlich angeordnet.

 Fragen zu den Markierungsarbeiten im April und Mail 2016

6. Warum gab es dort im April und Mai 2016 so lange Staus?

Die Verkehrsführung wird während der Bauzeit mehrfach verändert und weicht von der „normalen“ Verkehrsführung ab. Für diese Änderungen müssen Markierungen aufgebracht bzw. vorherige Markierungen entfernt werden. Ende April wurden die drei Spuren auf jeder Fahrbahnseite nach außen gelegt, damit am Mittelstreifen die später benötigten Überfahrten eingerichtet werden konnten. Ende Mai werden die drei Spuren jeweils nach innen verlegt, um im äußeren Bereich der Fahrbahn arbeiten zu können (Phase 2 im Bauablauf, z. B. provisorische Verbreiterung der südlichen Richtungsfahrbahn). Das Problem: Während der Markierungsarbeiten kann der Verkehr zeitweise nur auf einer Spur pro Fahrtrichtung laufen. Diese eine Spur kann den Andrang nicht bewältigen, und daher kommt es zu Staus. Ohne die Markierungsarbeiten gäbe es aber später keine drei Fahrspuren pro Richtung.

7. Was wurde getan, um die Staus zu begrenzen?

Die Markierungsarbeiten, die eine Beschränkung auf einen Fahrstreifen pro Richtung erfordern, finden am Wochenende statt, um den Berufsverkehr (Pendler) und den Wirtschaftsverkehr nicht zu belasten. Vorzugsweise am Sonntag, weil dann keine oder nur sehr wenige Lkw unterwegs sind.

8. Warum finden die Markierungsarbeiten nicht nachts oder gleich bei Tagesanbruch statt?

Jedwede Fahrbahnmarkierung lässt sich nur bei bestimmten Witterungsbedingungen aufbringen. Dazu muss der Untergrund trocken und haftfähig sein. Nachts kondensiert Feuchtigkeit auf der Fahrbahn, was die zuverlässige Aufbringung der Markierung behindert. Und nach Tagesanbruch muss einige Zeit gewartet werden, bis die Fahrbahn wieder trocken ist. Außerdem wird Tageslicht benötigt, um die Spuren über eine längere Strecke wirklich gerade zu markieren. Beachtet man dies nicht, kann es beim Ablösen von provisorischen Fahrbahnmarkierungen zu wiederholten erheblichen Beeinträchtigungen des Verkehrs kommen, wenn die Markierungen nachzubessern sind. Unfälle sind bei fehlender Markierung wahrscheinlicher.

9. Warum fanden diese Arbeiten an Wochenenden statt, an denen so viele Besucher in die Stadt kamen und am Sonntag wieder nach Hause fuhren (z. B. Pokalfinale, Fronleichnam)? Warum wurde das nicht alles schon früher, z. B. im März, erledigt?

Die Einrichtung und die Abläufe einer solchen Großbaustelle bedürfen einer umfangreichen Planung und Koordination vieler Beteiligter, z. B. Planer, Baufirmen etc. Daher ist so ein Bauvorhaben nicht zu einem beliebigen Zeitpunkt zu starten, und es können auch für einzelne notwendige Arbeiten nicht einfach besser „passende“ Zeitpunkte abgewartet werden. Dies würde den Bau verzögern und sehr viel Geld kosten. Außerdem ist in der Metropole Berlin ab dem Frühjahr an jedem Wochenende so viel los, dass es kein „ruhiges“ Wochenende mit wenigen Besuchern gibt.

Stand: 7. Juni 2016. Alle Angaben zu Start- und Endterminen entsprechen der aktuellen Planung / Änderungen vorbehalten

 zurück A 10 Berliner Ring