Pilotprojekt Petersdorfer Brücke

BIM Petersdorfer Brücke


Die DEGES realisiert im Auftrag des Bundes und des Landes Mecklenburg-Vorpommern den Ersatzneubau der Brücke über den Petersdorfer See im Zuge der A 19. Gleichzeitig mit dem Ersatzneubau erfolgt der erforderliche Ausbau der A 19 in den Anpassungsbereichen, der Umbau der Anschlussstelle Waren einschließlich der Erneuerung der B 192 im Anschlussstellenbereich sowie die Herstellung eines straßenbegleitenden Radweges an der B 192. Seit Sommer 2015 ist die Maßnahme im Bau.

Bei der Auswahl als BIM-Pilotprojekt befand sich die Brücke Petersdorfer See bereits in der Phase der Vergabe der Bauleistung.

Als übergeordnetes BIM-Ziel verfolgte der Auftraggeber insbesondere das Sammeln von Erfahrungen beim Einsatz der BIM-Methodik. Dazu beauftragte die DEGES ein Ingenieurbüro mit der Erstellung der 3D-, 4D- und 5D-Modelle auf Grundlage der konventionell erstellten Ausschreibungspläne.

Durch die nachträgliche 5D-Modellierung konnten die Hauptmassen der Ausschreibung sowie die Terminabläufe und Kosten plausibilisiert werden. Mittels einer nachträglichen Verknüpfung mit dem für das elektronische Plan­management genutzte System EPLASS wurde darüber hinaus eine Verknüpfung von Modell und Ausführungsunterlagen der Baustelle geschaffen. Diese Verknüpfung kann nach Beendigung der Baumaßnahme genutzt werden, um die Bestandsunterlagen modellbasiert zur Verfügung zu stellen.

Resümierend konnten Erkenntnisse zur Modellierung anhand einer bestehenden Planung, der Attribuierung und der Beschreibung von Auftraggeber-Informations­anforderungen für die Bauphase gesammelt werden. Die Verknüpfung mit dem elektronischen Planmanagement zeigt die Anwendbarkeit von BIM auch in der Übergangsphase von klassischer Vorgehensweise zu BIM-Methode.

Projektdetails

  • Abriss und ersatzweiser Neubau, gleichzeitig Ausbau der A 19 in den Anpassungsbereichen sowie Umbau der Anschlussstelle Waren
  • Gesamtlänge: ca. 1,16 km, davon Brücke: 264 m
  • Gesamtkosten: ca. 42,9 Mio. Euro, davon Brücke: 28,5 Mio. Euro

Anwendung von BIM

  • Einsatz von BIM parallel zum ­laufenden Bauprozess
  • Erstellung eines 5D-BIM-Modells aus vorhandenen 2D-Planungen für Bestand und Neubau inklusive Verknüpfung mit Meta-Daten und Attributen hinsichtlich Terminen sowie Kosten
  • Visualisierung des Ist- und Soll-­Zustands von Bauwerken, Verkehrs­anlagen und Umfeld
  • bauzeitliche Visualisierung der Bauzustände mit Darstellung der Terminabhängigkeiten und Simula­tion der Verkehrsführung
  • Mengen- und Kostenermittlung als Validierungsinstrument für konven­tionelle Ermittlung
  • Einbindung eines Planmanagementsystems